Montag, 18. September 2017

Piekfeine Lesung - "Tödliche Brieffreundschaft" in einer Brennerei [Lesung]

Nur selten habe ich als Leserin die Gelegenheit den Menschen hinter den Büchern zu erleben. Eine der Gelegenheiten sind Lesungen. Meistens besuche ich Lesungen auf den Buchmessen, da dort eine große Auswahl an Lesungen herrscht. Doch fast noch lieber sind mir die Lesungen Abseits der großen Messen, denn diese Lesungen finden oftmals an Orten mit Wohlfühlatmosphäre statt.
https://3.bp.blogspot.com/-FXiwNHqNDnE/Wb6cQmH9IeI/AAAAAAAAvlE/wwfN40QSitArRWM7vcZsqaS44wXZTN-2wCLcBGAs/s320/IMGP3906.JPGAm vergangenen Montag habe ich eine solche Lesung besucht. Beim Lesen der Tageszeitung bin ich unter dem Titel "Thriller trifft Whiskey" darauf gestossen . Schon dieser treffende Titel hat meine Neugierde geweckt, denn ich habe schon einige Krimis gelesen, die mich kulinarisch weitergebildet haben, darunter zum Beispiel die Bücher von Paul Grote.



Doch hier bezog sich die Überschrift mehr auf den Veranstaltungsort, denn nicht oft findet eine Lesung in einer Brennerei statt. Die kleine, aber feine, Brennerei "Piekfeine Brände" in Bremen bot eine gemütliche Atmosphäre, die Einlud sich wohlzufühlen. In wohliger Atmosphäre war es ein Genuß der Lesung zu lauschen.


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Bernd Küpperbusch mit seinem Verleger Klaus Kellner
Gelesen hat an dem Abend der Autor Bernd Küpperbusch aus seinem im Bremer Kellner-Verlag 2016 erschienenen Thriller "Tödliche Brieffreundschaft".


Bernd Küpperbusch, selbst in der DDR aufgewachsen, läßt auch dort seine Geschichte beginnen. Zu einer Zeit, die viele jungen Leuten heute in so manchen Bereichen exotisch erscheinen mag. Jürgen, die Hauptperson, erlebt die DDR nicht als abgeschottet von weiten Teilen der Welt, denn ein wichtiger Bestandteil seines Lebens sind die Brieffreundschaften insbesondere in westliche Länder. Besonders wichtig ist für den Heranwachsenden die Brieffreundschaft zu einer jungen Norwegerin. Diese eher ungewöhnlich lange andauernde Briefkorrespondenzen finden ein jähes Ende, deren Ursache Jürgen unerklärlich bleiben. Erst im höheren Alter, lange nach dem Fall der Mauer, erinnert Jürgen sich an die Briefwechsel seiner Jugend und fragt sich, was aus den Menschen geworden ist. Er begibt sich auf die Suche nach diesem lange vergessenen Stück seiner Jugend und ahnt nicht, welchen Geheimnissen er dabei auf die Spur gerät und wie auch lange nach dem Ende der DDR es noch viele Menschen gibt, die die Geheimnisse der damaligen DDR auch weiterhin geheim halten wollen.
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Der Inhalt des Buches und des Lesungsortes wurden perfekt aufeinander abgestimmt. An passender Stelle in der Geschichte, wurde eine Pause gemacht, diese war nicht nur zum Durchatmen bei der spannenden Handlung, sondern wir Gäste durften den in der Brennerei hergestellten Whiskey "Van Loon" und andere Köstlichkeiten verkosten.
Nach der Verkostung schloss sich eine Brennerei-Führung an, bei der die Inhaberin Birgitta Schulze van Loon selbst die Herstellung des Whiskeys erläuterte. Daneben bot sich der Austausch mit dem Autoren zu seinem Werk an.
https://3.bp.blogspot.com/--NTg8WTqboA/Wb6cZd9ta9I/AAAAAAAAvlI/-qnxJsxOivAe9qJgDfwnxZ0hrsKCPeEZACLcBGAs/s200/IMGP3917.jpgDie kurzweilige Pause hat mich in eine gänzlich neue Welt entführt und war sehr interessant. Doch noch mehr war ich daran interessiert, wie das Buch weitergeht. Trotz, oder vielleicht gerade durch die Unterbrechung war ich sofort wieder in der Geschichte drin. Der Autor verstand es nicht nur zu lesen, sondern zu unterhalten. Es wechselten sich die Passagen ab in denen Herr Küpperbusch Teile seiner Geschichte erläuterte mit den gelesenen Passagen. So weckte er bei mir das große Interesse das Buch in Gänze zu lesen. Der Autor verstand es aus einer Lesung einen Abend zu gestalten, der unterhaltend und kurzweilig war, kurz: Dieser Abend war einfach großartig.“

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Frau Birgitta Schulze van Loon bei der Brennerei-Führung
 
 
 
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