Dienstag, 10. November 2015

Artemis Fowl. Das magische Tor von Eoin Colfer [Rezension]


 Die Serie um Artemis Fowl hat mich lange begleitet und nun habe ich mit "Das magische Tor" auch den Abschlussband gelesen.




·Titel:Der Atem des Feuers
·Autor: Eoin Colfer
·Verlag: Blanvalet
·Reihe: Ein Artemis-Fowl-Roman, Band 8
·Format: Softcover
·Umfang: 448 Seiten
·ISBN: 978-3471350966
·gebundene Ausgabe: 19,99 €
·Taschenbuch: 9,99 €
·eBook: 8,99 €
·zum Buch beim Verlag


Viele Serien sind fantastisch zu lesen, doch bei so mancher findet der Autor keinen Abschluss, obwohl die Ideen nicht mehr so brilliant sind wie zu beginn oder die Charaktere keine Weiterentwicklung mehr durchlaufen. Bei Artemis Fowl hat Eoin colfer mit Band 8 die Serie abgeschlossen. So habe ich nun ein bischen wehmütig den letzen Band der Artemis Fowl - Reihe angefangen, denn so unsympatisch ich den Protagonisten Artemis Fowl finde, mag ich dennoch die Figur sehr gerne. Artemis Fowl unterscheidet sich in seinem Charakter von anderen Romanfiguren, denn Obwohl Artemis Fowl erst zwölf Jahre alt ist, zählt er bereits zu den besten Dieben auf der Welt, denn er ist nicht nur geschickt, sondern zugleich hochintelligent. Zu seinen Kennzeichen gehört sich stets korrekt zu kleiden, wie ein Banker und besitzt die Arroganz sich als Verbrechergenie zu bezeichnen und sich ebenso hochnäsig zu verhalten.
Im hier vorliegnden letzten Band, hat Artemis Fowl eine charakterliche Weiterentwicklung durchlaufen, die sich durch alle Bände zieht und in "Das magische Tor" seinen Abschluss findet.
Wie es sich für einen Abschlussband gehört, kommt es hier zum großen Finale zwischen Artemis Fowl, dem Verbrechergenie, und Opal Koboi, der bösartigen Elfe, die nichts geringeres als die Weltherrschaft als Ziel hat.Um dieses Ziel zu erreichen, will Opal Koboi das sagenumworbene magische Tor öffnen, dessen Öffnung die gesamte Menschheit vernichten wird.
Doch um Opal Koboi daran zu hindern, muss Artemis Fowl seine ganze überragende Intelligenz einsetzen und auch noch darüber hinaus zu großen Opfern bereit sein.
Dies klingt spannend und wer die anderen Bände kennt erwartet Neues und Unerwartetes, denn damit konnte Eoin Colfer mit dem ungewöhnlichen Charakter von Artemis Fowl punkten, bot dieser doch immer die Möglichkeit von Handlungsvarianten, die den üblichen Protagonisten nicht offensteht.
Anstatt das Potential in der Story auszunutzen und einen grandiosen Abschlussband zu liefern, wirkt die Story platt und nicht schlüssig.
Die Vernichtung der gesamten Menschheit - viel von der drohenden Gefahr und der dadurch möglichen Spannung habe ich beim Lesen nicht gemerkt, spielte sich doch alles auf Fowl Manor und den allseits bekannten handelnden Personen ab. Unterstützung erhält Opal Koboi noch durch furchtlose Krieger, die seit Jahrzehnten auf Ihre Erweckung warteten um die Menschen zu vernichten, doch sobald sie erweckt waren, waren sie im Rahmen der Geschichte eher Witzfiguren am Rand, die der Geschichte scheinbar eine amüsante Note verleihen sollte. Dies ist aus meiner Sicht misslungen. Die Figuren selbst wirken auch nicht mehr so überzeugend, wie in den vorherigen  Bänden, sondern überzeichnet. Die Eigenarten, die ich nicht unbedingt sympatisch fand, aber interessant, wurden hier so übertrieben, dass es keinen Spaß machte den Handlungen von Artemis, Holly, Opal Koboi oder Butler zu folgen. Somit fällt es nicht schwer sich von Artemis und seinen Freunden zu verabschieden uns sich auf andere Serien zu freuen.
Mein Fazit: Gut, das es der letzte Band war und keiner mehr folgen wird. Der Zenit der Serie war überschritten. Ich wurde zwar gut unterhalten, aber wer ein gutes Artemis Fowl-Buch lesen will, sollte die ersten drei bis fünf Bücher lesen, der Rest lohnt nicht mehr.

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