Sonntag, 21. Februar 2016

Leonardos Zeichen von Jo Berger [Rezension]



„Leonardos Zeichen“ ist das zweite Buch aus der Feder von Jo Berger, das ich gelesen habe. Nach Ihrem Roman zur Amors Five – Reihe, war ich sehr gespannt, wie sich ein anderes ihrer Bücher lesen würde.



Titel: Leonardos Zeichen
Autor: Jo Berger
Verlag: books on demand
Format: Softcover
Umfang: 268 Seiten
ISBN:  978-3738643466
Preis: 9,99 €
ebook: 0,99 €
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Inhalt:

Halbitaliener Leonardo kehrt nach dem Tod seiner Eltern nach Kalabrien zurück, um dort sein altes Elternhaus zu beziehen. 
Kurzerhand folgt Anna ihm nach. Schnell lebt sie sich in Kalabrien ein: die Liebe zu Leonardo, die Landschaft, die Menschen bezaubern sie. Doch Annas Mutter ist mit der Entscheidung ihrer Tochter gar nicht einverstanden. Zu allem Überfluss sieht das Annas Exfreund Marc ebenso. Er lässt Anna einfach nicht in Ruhe. Dem nicht genug, bringt ein schlichtes Schild gehörig Tempo in Leonardos und Annas Leben und sorgt dafür, dass die Jungverliebten kaum Zeit füreinander finden.

Ist Anna tatsächlich bereit für eine neue Liebe?


Eine Geschichte über den Mut einer jungen Frau, über die Liebe und ihre Kraft.
Die Gesschichte von Anna und Leonardo ist ein Liebesroman mit allen was dazu gehört: Turbulenzen, Verwicklungen, herzergreifende Szenen und natürlich ist am Ende alles gut.

Die Figuren sind sympatisch und herzlich. Es menschelt von Beginn an. Trotz jahrelanger Abwesenheit, wird Leonardo in einer Heimat auf´s herzlichstes empfangen.

Insegesamt haben die Figuren nicht sehr viel Tiefe, aber dennoch empfand ich Anna als sehr interessante Figur. Ist sie doch auf der einen Seite sehr mutig mit der Auswanderung – gleichzeitig aber auch sehr mutlos – kleingemacht durch Mutter und Ex-Freund.

Anna und Leonardo müssen sich nicht mehr finden, sondern sind schon ein Paar. Das die Autorin um zu zeigen, dass auch Paare sich noch als Paar finden und zusammenwachsen müssen. Dabei spielt die Autorin mit Gegensätzen, indem sie dem frischverlieben Paar das alte Ehepaar Alfreda und Toni gegenüberstellt.

Ein herrlich lustiges, herzliches Buch zum vergnüglichen Zeitvertreib.

Ein paar Defizite hat das Buch dennoch, denn es sind einige, wenige Ungereimtheiten vorhanden. So hat die Autorin nicht eindeutig beschrieben, dass der Tod von Leonardos Eltern schon einige Jahre zurückliegt, sondern nur, dass Leonarda nach dem Tod seiner Eltern zurückkehrt. Da ich unterstellte, dass der Umzug fast direkt nach der Beerdigung stattfand, waren zu Beginn einige Beschreibungen unpassend und nicht stimmig.

Ich habe die Taschenbuchausgabe gelesen. Auf dem Buchvorblatt stand zwar, dass es sich um einen Sammelband der Episoden 1- 3 handelt, doch dies war im Buch nicht zu erkennen.

Die Episoden wurden leider nicht voneinander abgegrenzt, sondern ich hatte optisch das Gefühl einen Roman in der Hand zu haben.

Erst beim Lesen bin ich über zwei Stellen gestolpert, an denen ich dachte: „Hoppla, hier ist aber ein Bruch – da ist das Buch nicht flüssig geschrieben“.

Einer dieser Brüche war vor Kapitel 15. Der Text, der danach folgte, fand ich dann wieder stimmig und von Überraschungen geprägt, die wieder Schwung in die Geschichte brachten. Dieser Teil wirkte dann wieder wie aus einem Guß.

Die Episoden sind in sich abgeschlossene Geschichten, wenn man sie denn als solche erkannt hat. Da die Autorin noch weitere Episoden um Anna und Leonardo plant, sind noch einige Handlungsfäden offen geblieben. Die Art wie Jo Berger diese Geschichten um Anna und Leonardo geschrieben hat, erinnert mich an DailySoaps. Die Handlung kann immer weitergehen, mit offenen längeren Plots und kurzen, die innerhalb einer Episode abgeschlossen sind. Ich freue mich daher auf weitere Begegnungen mit Anna und Leonardo und den kleinen Abenteuern in Strongoli, Italien.

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