Sonntag, 15. Mai 2016

Die Gewinner stehen fest - Blogtour: Das Mona-Lisa-Virus [Blogtour]

Im Rahmen der Blogtour gab es ein Gewinnspiel.

Wir danken euch für eure Teilnahme am Gewinnspiel! Leider konnte nicht jeder von euch gewinnen, aber wir hoffen, dass sich die folgenden drei Gewinner nun freuen:
Herzlichen Glückwunsch euch dreien!

 Bitte schickt eure Post-Adresse an lilstar [at] gmx [.] de, damit euch die Bücher baldmöglichst zugeschickt werden können.

Liebe Grüße von
Sarah, Kathleen, Denise, Denise, Martina und Nicole



Blogtour-Stationen

04. Mai 2016 bei Nicole von About Books  – Buchvorstellung + Schönheit + Synästhesie
05. Mai 2016 bei Sarah von Books on Petrovafire – Leonardo da Vinci und die Mona Lisa
06. Mai 2016 bei Kathleen von Schnuffelchens Bücher – Der goldene Schnitt
07. Mai 2016 bei Denise von Little Dragon’s Library – Bienen und Bienensterben
08. Mai 2016 bei Denise von Tapsis Buchblog – Der Mona-Lisa-Virus
09. Mai 2016 bei Martina von Höhle der Leseratten – Interview mit Tibor Rode

Samstag, 14. Mai 2016

Phoenix - Tochter der Asche von Ann-Kathrin Karschnick [Rezension]


Um den Auftaktband der Phoenix-Trilogie von Ann-Kathrin Karschnick schleiche ich schon lange herum. Auf der einen Seite interessierte mich das Cover und auf der anderen Seite verspricht der Klappentext eine Mordserien – Aufklärung. Dennoch haben mich zunächst viele andere Bücher mehr gereizt sie zu lesen. Zu unrecht, wie ich feststellen musste.


Titel: Phoenix - Tochter der Asche

Serie: Phoenix - Trilogie

Autor: Ann-Kathrin Karschnick


Verlag: Papierverzierer


Format: Softcover

Umfang: 400

ISBN: 978-3944544502

Preis: 14,95 €

eBook: 2,99 €

zum Buch beim Verlag

Inhalt:
Europa liegt nach einem fehlgeschlagenen Experiment im Jahr 1913 und diversen Kriegen mit Amerika in Trümmern. Mithilfe des damals führenden Wissenschaftlers Nicola Tesla bauten die Saiwalo, eine überirdische Macht, Europa langsam wieder auf. 120 Jahre später erschüttert eine Mordserie Hamburg, die sich niemand erklären kann. Leon, ein Anhänger der Saiwalo und Mitglied der Kontinentalarmee, wird auf die Fälle angesetzt und trifft bei seinen Ermittlungen auf die rätselhafte Tavi. Wer ist sie und wieso ist sie so fest von der Schuld der Saiwalo an den Morden überzeugt?




Bei Phoenix – Tochter der Asche“ handelt es sich um den Auftakt – Band einer Trilogie, die aus folgenden Teilen besteht:
Teil 1: TOCHTER DER ASCHE
Teil 2: ERBE DES FEUERS
Teil 3: KINDER DER GLUT

In welches Genre ich das Buch einordnen soll, weiß ich noch immer nicht. Die Stadt in der die Geschichte spielt ist zwar Hamburg, hat aber mit der realen, gleichnamigen Stadt nichts gemeinsam. Das Buch geht in Richtung Dystopie mit einer düster gezeichneten Welt, aber einer positven Grundhaltung der Menschen. Jeder lebt sein Leben und versucht darin etwas zu bewegen – je nach Möglichkeit. Der Rahmen wird durch die Saiwalo, so genannte Geistwesen, vorgegeben. Die Menschen hatten die Erde durch ein Experiment, bei dem Millionen von Menschen starben, ins Chaos gestürzt. Dieses Chaos beendeten die Saiwalo, doch der Preis für die Menschen ist hoch: Ordnung und Stabilität wurden eingetauscht gegen Freiheit.

Für die auf der Erde lebenden unsterblichen Wesen, wie Tavi, ist dies ein zu hoher Preis und sie kämpft daher mit allen Mitteln gegen die Saiwalo.

In Ihrem Kampf gegen die Saiwalo wird Tavi Zeugin eines Mordes und so in eine Mordserie verwickelt, die Hamburg erschüttert.

Dieser Inhalt und dann der Genremix hat mich überzeugt das Buch zu lesen. Allein das Cover kann ich mir immer wieder ansehen, da es mir richtig gut gefällt und so passend zu dem Buchinhalt ist.

Die Welt, die Ann-Kathrin Karschnick entwirft, ist düster, aber wohldurchdacht. Die Autorin hält sich nicht damit auf die Welt zu erklären, sondern wirft den Leser sofort in die Geschichte, die rasant mit einer Flucht von Tavi vor den Saiwalo beginnt. Erst im Laufe der Geschichte wird die Welt und ihre Struktur erklärt und klarer. Dabei bleiben Fragen offen. Diese werden wahrscheinlich erst in Band 2 oder 3 der Trilogie geklärt.

Den Lesegenuss schmälern diese keinesfalls.

Mit Tavi hat Ann-Kathrin Karschnick ein interessantes Wesen geschaffen, denn Tavi ist ein unsterblicher Phoenix. Gesegnet und gestraft mit Unsterblichkeit. Zu Beginn dieser Geschichte ist Tavi schon 2000 Jahre alt, manchesmal müde durch die Erlebnis dieses langen Lebens, wirkt sie dennoch durch ihr unbedachtes und impulsives Wesen wie ein unausgereifter Teenager. Dies irritiert beim Lesen, da ich oftmals dachte, dass Tavi auf Grund ihres Alters eine gewisse Weisheit haben sollte, die bei dieser Figur durch ihr spontanes Wesen nicht gegeben ist.

Als realer Gegenpart dazu steht Leon. Leon ist der Polizist, der die Mordserie aufklären soll und dient damit dem System der Saiwalos. Sympathisiere ich als Leserin mit Tavi, kann Leon mir als Systemvertreter nur unsympatisch sein. Das liegt aber nicht nur daran, dass er der Gegenspieler von Tavi ist, bzw. auf der anderen Seite steht sondern, dass die Figur nicht dazu dient Tavi beiseite zu stehen, sondern eigenständig ist und ein eigenes (Lebens-)Ziel verfolgt und dieses im Einklang mit seiner persönlichen Geschichte. Dieser persönliche Lebensweg von Leon führt dazu, dass er um sein Ziel zu erreichen auch Mittel verwendet, die mir als Leserin zuwider sind. Diese Mittel sind z.B. das Aushorchen von Tavi auf nicht immer moralisch vertretbare Weise.

Um die Mordeserie aufzuklären, müssen beide mehr oder weniger zusammenarbeiten. Wobei jeder mit der Mordaufklärung ein eigenes Ziel verfolgt. Tavi versucht dabei immer  wieder Leon davon zu überzeugen, dass er auf der „falschen“ Seite steht. Leon dagegen möchte von seiner Position, die sich aus seiner Lebensgeschichte entwickelt hat, nicht einfach so aufgeben. Erst im letzten Viertel des Buches erkennt Leon, dass sein handeln nicht immer moralisch korrekt war und fängt an über das von Tavi gesagte nachzudenken. Dies aber zunächst nur vereinzelt, da seine Grundwerte und Grundüberzeugungen durch Tavi in Frage gestellt werden.

Ob Tavi es schafft Leon von Ihrer Sicht der Welt zu überzeugen, bleibt in diesem Auftaktband der Trilogie noch offen.

Der Krimi im Fantasygewand war es, der mich ursprünglich am meisten gereizt hat zu dem Buch zu greifen. Der Krimianteil hat das Buch spannend gemacht. Gemischt mit dem phantastischen hat die Autorin dem Buch einige Wendungen gegeben, die ansonsten nicht möglich gewesen wären. So hat mich die Aufklärung der Morde zwar interessiert, doch mehr und mehr hat mich die Welt, die Wesen also die phantastischen Elemente des Buch in seinen Bann gezogen und mich immer wieder mit neuen, kreativen Ideen überrascht.

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung und bin gespannt, wie sich die Charaktere weiterentwickeln und ob sie mir sympathischer werden.

Mittwoch, 11. Mai 2016

Nie wieder Blondinen von Michaela Grünig [Rezension]


Seitdem ich die Bücher von Michaela Grünig für mich entdeckt habe, kann ich nicht anders als auch die Neuererscheinungen von ihr zu lesen. Mit „Nie wieder Blondinen“ bleibt sie der Richtung treu, die sie schon mit „Ohne Ziel ist der Weg auch egal“ eingeschlagen hat: Krimi meets Liebesgeschichte.

Titel: Nie wieder Blondinen
Autor: Mchaela Grünig


Verlag: Feelings
Format: Softcover

Umfang: 296 Seiten

ISBN: 978-3426215500

Preis: 12,99 €

eBook: 4,99 €

Inhalt:
Michaela Grünigs neuer Liebesgeschichten-Krimi spielt in der malerischen Schweiz und besticht durch Herz, Spannung und turbulenten Humor.
Vreni Tschannen ist ziemlich rüde aus ihrem kuscheligen Leben inmitten der Zürcher Schickeria gestoßen worden. Nun muss sie, statt bei Pilates, Yoga und Co. ihren Körper zu perfektionieren, wieder in ihrem Job als Kunstlehrerin arbeiten. Und schuld daran ist eine Blondine. Genauer gesagt die russische Swetlana, die sich Vrenis Ehemann Olaf unter die blutrot lackierten Nägel gerissen hat. Zu allem Überfluss ergattert Vreni noch nicht einmal einen Job im mondänen Zürich, sondern in einem Internat im provinziellen Berner Oberland. Ausgerechnet in der Nähe des Dorfs, in dem der schöne Urs ihr das Herz vor einigen Jahren so gründlich gebrochen hat, dass sie daraufhin in die Großstadt auswandert ist. Dorthin will sie auch schnellstmöglich zurückkehren, weshalb die einzigen beiden Single-Männer in ihrem neuen Kollegium, der attraktive Assistenz-Lehrer Kai und der charismatische Schauspielcoach Frank selbstverständlich nicht in die engere Auswahl als Liebesersatz kommen! Oder doch? Leider entwickelt sich dann alles etwas anders als geplant: Vreni stolpert beim Figur-optimierenden Joggen im Wald, ausgerechnet über eine tote Blondine und steht plötzlich im Mittelpunkt einer Morduntersuchung. Ob Hauptmann Perreten den Fall lösen kann, ist dabei mehr als fraglich. Nein, da muss Vreni schon selbst ermitteln.


Mit Ihren Roman „Ohne Ziel ist derWeg auch egal“ hat Michaela Grünig ihr erstes gelungenes Genremix aus Liebesroman und Krimi präsentiert. Mit „Nie wieder Blondinen“ folgt nur ein zweiter Roman mit ebenfalls diesem Mix.

Das Setting dieses Romans spielt in der Schweiz und damit in einer für mich literarisch ungewohnten Umgebung. Genauer gesagt spielt das Buch im Berner Oberland. Oftmals werden Orte in den Büchern gewählt, die im Grunde austauschbar sind. Die Handlung oft genauso gut in Köln wie in Chicago spielen könnte. Doch die Autorin Michaela Grünig hat es mit kleinen Tricks geschafft die Handlung authentisch in der Schweiz spielen zu lassen, in dem nicht nur Schweizer Bezeichnungen wie Natel (=Mobiltelefon) verwendet wird, sonder die Mutter der Vreni in schönsten Schweizer Deutsch redet. Dennoch bleiben auch diese Passagen beim Lesen verständlich, auch ohne Kenntnisse des Schweizer Deutsch.

Über die Tote stolpert die Hauptperson Vreni gleich zu Beginn des Romans, so dass schnell klar ist, dass hier der Krimistrang im Vordergrund steht. Dennoch schafft Michaela Grünig es den gewohnten leichten, lockeren Erzählstil ihrer Liebesromane auch hier beizubehalten.

Wenn ich den Krimistrang einordnen sollte, wäre es aus meiner Sicht ein Whodunit, wobei das Raten, wer denn nun der Mörder ist, zeitweise zugunsten der Liebesgeschichte in den Hintergrund rückt. Die Spannung bleibt erhalten.

Dabei darf ich als Leser keinen hochrangig Krimi wie von Agatha Christie, George Simenon oder Arthur Conan Doyle erwarten. Dagegen bietet mir das Buch neben eine lockeren und spannender Unterhaltung, Passagen zum schmunzeln, bibbern mit Vreni bei der Mördersuche oder aber auch zeitweise das Zweifeln an ihrem Verstand bei ihren Schlussfolgerungen.
Für einen entspannten und unterhaltsamen Leseabend empfehlenswert.





Montag, 9. Mai 2016

Interview mit Tibor Rode [Interview] [Blogtour]

 

Hallo und vielen Dank, dass Sie sich Zeit nehmen, um meine Fragen zu beantworten. :) Erzählen Sie den Lesern kurz etwas über sich selbst.

Ich bin 41 Jahre alt, lebe in der Nähe von Hamburg im schönen Schleswig-Holstein und arbeite mit Worten. Als Autor nutze ich sie, um meine Leser zu unterhalten, als Anwalt helfe ich mit Worten meinen Mandanten. Die besten Ideen kommen mir beim Rudern oder auf Spaziergängen mit meinem Hund Molly. Beim Schreiben höre ich immer Klassik-Musik, sonst aber nie. Das wichtigste Nahrungsmittel für mich ist Kaffee, das zweitwichtigste auch und meine Lieblingsstadt, vielleicht auch wegen der vielen Cafés, ist Wien…

Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Mit 12 Jahren erhielt ich die Chance, immer samstags an einer vom Bundesbildungsministerium geförderten „Writing Class“ für Schüler an der Hamburger Universität teilzunehmen und nachdem ich das drei Jahre gemacht hatte, wusste ich: Schreiben ist mein Ding. Da entstand auch der Wunsch, später einmal Bücher zu schreiben.

Können Sie sich vorstellen, irgendwann nur vom Schreiben zu leben?

Glücklicherweise muss ich nicht vom Schreiben leben, da ich noch einen anderen, genauso tollen Beruf habe. Daher spüre ich beim Schreiben keinen extremen Druck. Dies bewahrt mir eine gewisse Unabhängigkeit und auch Freiheit bei der Themenauswahl. Zudem kenne ich einige Menschen, die ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht haben, was ja eigentlich traumhaft klingt. Erstaunlicherweise spielt aber mein Tennistrainer in seiner Freizeit kein Tennis mehr, die Ex-Nationalmannschafts-Volleyballspielerin, die ich neulich kennenlernte, rührt nach dem Karriereende keinen Volleyball mehr an und auch der Golfprofi ist froh, wenn er im Urlaub möglichst weit weg vom Golfplatz ist. Wenn man seine Leidenschaft zum Beruf macht, geht also immer auch etwas verloren. Im Moment ist Schreiben für mich noch eine reine Oase.

Wie bekommen Sie es zeitlich hin, neben Ihrem Beruf als Anwalt in einer Kanzlei für Wirtschafts- und IT-Recht und Ihrer Familie, Bücher zu schreiben?

Das ist wirklich ein Problem und die Antwort ist ganz einfach: Ich schlafe nicht viel. Und ich verzichte für das Schreiben auf viele Freizeitaktivitäten. Dabei kann man mit einer Maßnahme bereits sehr viel Zeit gewinnen: Nicht mehr Fernsehen. Fernseher sind die größten Zeitdiebe der Geschichte der Menschheit. Wenn ich nicht schreibe, schaue ich aber zugegebenermaßen auch gerne Serien.

Wie kam es zu Ihrer Entscheidung, Bücher dieser Art zu schreiben?

Ich habe das geschrieben, was mir Spaß macht zu schreiben. Da steckt kein großer Plan hinter, eine bestimmte Art von Büchern zu schreiben und vor allem wollte ich auch nicht schreiben, wie ein bestimmter Autor. Mich packt irgendein Thema, dann recherchiere ich und dann packt es mich noch mehr und dann stricke ich darum eine spannende Geschichte mit spannenden Charakteren, mit denen der Leser die Geschichte erleben kann.

Was erwartet den Leser in Ihrem neuen Buch „Das Mona Lisa Virus“?

Spannung, Verschwörung, eine kleine Prise Mystik und ein Thema, das uns alle angeht: Schönheit.

Ein Thema des Buches ist die Schönheit und die Darstellung von Schönheit bzw. deren Zerstörung. Wie sind Sie auf dieses Thema gekommen?

© Olivier Favre
Eines Morgens schaute ich in den Spiegel und dachte: Mensch, ich mach mal was zum Thema Schönheit…Ha, Ha. Nein, da wäre wohl eher ein Horror-Thriller bei rausgekommen. Im Ernst: Mich faszinieren Dinge, die unseren Alltag bestimmen, die wir aber gar nicht mehr wahrnehmen. Schönheit ist eines der dominierenden Themen unser aller Leben: Wieviel Zeit investieren wir, um dem Schönheitsideal zu entsprechen? Wieviel Geld geben wir dafür aus? Und stellen uns dabei niemals die wichtigste Frage: Was ist Schönheit eigentlich? Und wenn man sich das Schönheitsideal so anschaut, das alle Kulturen so dominiert, das durch Fotos und Medien transportiert wird, kann man leicht die Frage stellen: Ist das etwas Gutes oder Schlechtes? Und daraus entstand dann der Plot für mein Buch, in dem das Schönheitsideal eine ganz bestimmte, grausame Rolle spielt.

Sicher mussten Sie für Ihre Bücher recherchieren (Goldener Schnitt, Leonardo da Vinci), wie sind Sie dabei vorgegangen?

Recherchieren ist ein schöner Vorwand um zu reisen. Bei mir kommt das volle Programm zum Einsatz: Reisen, Museen, Bücher und heutzutage natürlich das Internet. Im Internet darf man nur nicht alles glauben, was man liest und nichts ungeprüft in das Buch übernehmen. Es bringt einen aber oft auf die richtige Spur…

Haben Sie schon Ideen für weitere Bücher und verraten Sie uns dazu erste Details?

Ich bin bereits mitten im nächsten Buch und das Thema ist, auch aus einer Art Aberglauben, geheim. Es geht aber um etwas, was wirklich jeden von uns und zwar ohne Ausnahme betrifft. Was manche lieben und auf das andere am liebsten verzichten würden. Jetzt darf gerätselt werden.

Gibt es einen Autor, der Ihr Schreiben beeinflusst hat?

Inhaltlich nicht, denn ich eifere keinem Autor nach. Aber ich war auf ein paar Lesungen, auch bevor ich anfing selber Bücher zu schreiben und dort haben mich Autoren mit ihrer Ausstrahlung sehr beeindruckt, z.B. John Irving. Oder John Grisham. Bei letzterem fällt mir natürlich die Parallele auf, dass auch er Anwalt war, auch noch, während seine ersten Bücher erschienen. Dementsprechend hat auch er anfangs viel nachts und am frühen Morgen geschrieben und das hat mir gezeigt, dass es funktioniert. 
 
Schaffen Sie es zeitlich noch, Bücher anderer Autoren zu lesen?

Nur wenn ich selbst gerade nicht an einem Buch arbeite, lese ich Bücher anderer Autoren, dann aber exzessiv. Ich kaufe mir aber ständig Bücher, die mich interessieren. Die stehen dann manchmal monate- oder jahrelang im Regal und werden erst nach Abschluss meines aktuellen Buches gelesen. Das Lesen als Autor hat sich aber verändert, da ich beim Lesen viel mehr analysiere, was der Kollege da macht, als früher. Wenn ich das irgendwann beim Lesen nicht mehr tue, sondern vollständig von der Story eingenommen werde, dann war ein Buch für mich wirklich gut.

Was sind Ihre Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

Ich mag amerikanische Autoren: John Grisham, Michael Connely oder Lee Child. Die haben so eine natürliche Begabung, mit leichter Hand Geschichten zu erzählen. Ich liebe aber auch Andrea Camilleri, von ihm habe ich jedes Buch. Ein besonderer Moment für mich als Autor war, als ich mir mit ihm quasi eine Seite in der Lübbe-Vorschau teilte und ihm auf diese Art und Weise ganz nah kam. Und auch die üblichen Verdächtigen der skandinavischen Krimiliteratur lese ich wirklich gern, vermisse dort nur mittlerweile ein wenig die Unverwechselbarkeit.

Wie wichtig ist Ihnen das Feedback von Ihren Lesern?

Ich glaube, Autoren nehmen gutes Feedback gern sehr ernst und versuchen sich bei nicht so guten Rezensionen einzureden, dass das alles nicht so wichtig sei, was da geschrieben wird. Nun gut, Autoren sind auch nur Menschen, und jeder Mensch freut sich über Anerkennung. Tatsächlich schreiben wir Autoren für die Leser. Und leben auch davon, dass die Leser unsere Bücher mögen. Das ist eine ganz besondere Symbiose, bei der der eine ohne den anderen nicht kann. Und daher muss man das Feedback der Leser sehr ernst nehmen und versuchen daraus für kommende Projekte zu lernen.

Danke, dass Sie meine Fragen beantwortet haben. Möchten Sie den Lesern noch etwas sagen?

Ich fühle mich sehr geehrt, wenn ein Leser in der von mir geschaffenen Welt Zeit mit meinen Figuren verbringt und dafür womöglich noch seinen Schlaf opfert. Und ganz im Sinne des Themas meines neuen Buches möchte ich darauf hinweisen, dass Lesen nicht nur schlau macht, sondern vor allem auch SCHÖN….UND SEXY, wie neulich jemand auf meiner Facebook-Seite dazu kommentierte. In diesem Sinne: Viel Spaß beim Lesen! 


 
*** *** *** **** Blogtour - Gewinnspiel *** *** *** **** 

Wenn ihr euer Glück bei unserem Gewinnspiel versuchen möchtet, dann müsst ihr mir nur meine Frage im Kommentar beantworten:
Tibor Rode macht im Interview Andeutungen zu seinem neuen Buch - welches Thema könnte es Deiner Meinung nach haben?
Teilnahmebedingungen:
Teilnahme ab 18 Jahren oder mit Einverständniserklärung der Eltern.
Versand nur innerhalb von Deutschland.
Für den Postversand wird keine Haftung übernommen.
Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt man sich bereit im Gewinnfall öffentlich namentlich am Ende der Blogtour genannt zu werden.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich.

 Eure 
Martina


Freitag, 6. Mai 2016

Berlin - ein Antiquariatsparadies

Die Love Letter Convention 2016 (LLC16) hat mich in diesem Jahr erstmalig nach Berlin gelockt. Da war es für mich naheliegend meinen Aufenthalt zu verlängern um auch was von der schönen Stadt zu sehen.


Zu meinen Vorbereitungen gehörte auch nachzusehen, welche interessanten Antiquariate in Berlin existieren.
Copyright: Otherland Buchhandlung
Die Auswahl erschlägt im ersten Moment. Ich glaube, man kann einen ganzen Urlaub in Berlin zubringen und nur in den verschiedensten Antiquariaten stöbern.


Da meine Zeit begrenzt war, habe ich dann speziell nach Antiquariaten gesucht, die Fantasy und Science Fiction anbieten und habe mich dann für zwei entschieden - die unterschiedlicher nicht sein könnten: Otherland Buchhandlung und Fundgrube - Romane und Comics.


Da das Wochenende mit der LLC16 gut gefüllt war, hatte ich den Freitag genutzt und die Otherland Buchhandlung aufgesucht.

Die Buchhandlung liegt im Berliner Stadtteil Bergmannkiez (Schöneberg). Bei einer solchen Buchhandlung konnte ich mich als Fantasy und Science Fiction - Leserin nur wohl fühlen.


Im vorderen Ladenbereich habe ich in einer großen Auswahl neuer Bücher gestöbert und mich dann, nach einer sehr kompetenten und tollen Beratung, für ein Buch entschieden. Aber das war nicht alles. Im hinteren Teil der Buchhandlung befindet sich der antiquarische Teil. Dort habe ich einige (Bücher-)Schätze mehr gefunden, so dass ich den Laden mit ca. 10 Büchern verlassen habe. Die Buchhandlung ist nicht nur auf Grund seines Bestandes empfehlenswert, sondern auch durch die koompetenten Mitarbeiter und einer Einrichtung, die es leicht macht, sich dort wohl zu fühlen.
Wer mehr wissen will, sollte auf der Hompage der Buchhandlung stöbern: Otherland-Buchhandlung

Ein gänzlich anderes Antiquariat ist die Fundgrube.Die Fundgrube ist genauso, wie es der Name verspricht. Ein Laden zum Stöbern suchen und entdecken.
Da ich die Fundgrube nach der LLC16 besucht habe, erwartete mich dort eine besondere Überraschung. Silja, die Inhaberin der Fundgrube, war ebenfalls auf der LLC16. So dass ich viel mehr Zeit in der Fundgrube verbracht hatte, als ich eingeplant hatte. Denn neben dem Stöbern, suchen und entdecken hatten Silja und ich uns lange und immer wieder über die LLC16 unterhalten. Selbstverständlich wanderten unsere Gespräche auch von einem Buchthema zum nächsten und ich bedaure sehr, dass der Laden so weit weg ist und ich nicht mal eben zum Stöbern und plauschen vorbeischauen kann. Ein Besuch lohnt sich und das nicht nur wegen der sympatischen Silja.
Übringends, die Fundgrube findet ihr in der Eisenacher Straße 81
10823 Berlin (Tempelhof - Schöneberg).




Mittwoch, 4. Mai 2016

Blogtour zu Das Mona-Lisa Virus von Tibor Rode [Blogtour]

Heute startet die Blogtour zu "Das Mona-Lisa Virus" von Tibor Rode.

Inhalt des Buches:

In Amerika verschwindet eine Gruppe von Schönheitsköniginnen und taucht durch Operationen entstellt wieder auf. In Leipzig sprengen Unbekannte das Alte Rathaus, und in Mailand wird ein Da-Vinci-Wandgemälde zerstört. Gleichzeitig verbreitet sich auf der ganzen Welt ein Computervirus, das Fotodateien systematisch verändert.
Wie hängen diese Ereignisse zusammen? Die Frage muss sich die Bostoner Wissenschaftlerin Helen Morgan stellen, als ihre Tochter entführt wird und die Spur nach Europa führt – hinein in ein Komplott, das in der Schaffung des berühmten Mona-Lisa-Gemäldes vor 500 Jahren seinen Anfang zu haben scheint…







Blogtour-Stationen

04. Mai 2016 bei Nicole von About Books  – Buchvorstellung + Schönheit + Synästhesie
05. Mai 2016 bei Sarah von Books on Petrovafire – Leonardo da Vinci und die Mona Lisa
06. Mai 2016 bei Kathleen von Schnuffelchens Bücher – Der goldene Schnitt
07. Mai 2016 bei Denise von Little Dragon’s Library – Bienen und Bienensterben
08. Mai 2016 bei Denise von Tapsis Buchblog – Der Mona-Lisa-Virus
09. Mai 2016 bei Martina von Höhle der Leseratten – Interview mit Tibor Rode



Montag, 2. Mai 2016

Echos der Vergangenheit (Kampf der Großen Häuser 1) von Mark Barnes [Rezension]

Im Moment lese ich wenig anderes als Fantasy. Aber warum sollte ich auch das Genre wechseln, wenn so viele tolle Fantasy-Bücher erscheinen. Mit „Echos der Vergangenheit (Kampf der Großen Häuser, Band 1)“ startet der Australier Mark Barnes eine neue Fantasy-Trilogie.
Titel: Echos der Vergangenheit
Serie: Kampf der Großen Häuser

Autor: Mark Barnes


Verlag: Blanvalet
Format: Softcover

Umfang: 608Seiten

ISBN: 978-3442269846

Preis: 9,99 €

eBook: 8,99 €



Inhalt:

Würdest du deinen besten Freund töten, um zu überleben?
Corajidin, das Oberhaupt des Hauses Erebus, ist tödlich erkrankt. Da wird ihm prophezeit, dass er überleben wird, wenn er das Amt des Hochkönigs erlangt. Doch um dieses Ziel zu erreichen, muss er nicht nur uralte Gesetze brechen. Es ist auch nötig, dass er seinen ältesten Freund ermordet, den amtierenden Hochkönig. Dabei hält Corajidin auch nicht auf, dass seine einzige Tochter geschworen hat, den Hochkönig mit ihrem Leben zu beschützen. Denn was ist das Leben einer einzelnen jungen Frau wert, wenn ein Bürgerkrieg unausweichlich ist?

Einfach macht der Autor uns das Lesen des Buches nicht. Bis man sich in die vom Autoren geschaffene Welt mit Ihren Wesen, der Gesellschaftsstrukur, der Politik und den Intrigen zurechtgefunden hat, muss man als Leser eine Weile durchhalten. Das dauerte bei mir mindestens ein Drittel des Buches. Da das Buch mich von Anfang gefesselt hat und ich es nicht aus der Hand legen mochte, hat es mich nicht gestört.
Mark Barnes hat in dieser Trilogie eine neue Welt erschaffen und versucht diese nicht nur oberflächlich im Rahmen der Handlung zu beschreiben, sondern schildert auch viele Details und neuartige Wesen. Die Handlung fällt dem teilweise ein wenig zum Opfer. Doch ist diese Beschreibung faszinierend und ermöglicht die vielschichte Gesellschaft zu verstehen. Nur dadurch ist aus meiner Sicht die Handlungen der einzelnen Personen zu verstehen und nachzuvollziehen. Denn jede einzelne, handelnde Person im Buch agiert nicht nur rund um die Helden, sondern versucht eben auch die politische Position der angehörigen Fraktion durchzusetzen. Dieses manchesmal sehr subtil. Im Wesentlichen wird die politische Zugehörigkeit durch den „Chef“ des eigenen Hauses bestimmt. Das Haus entspricht einer Familie im weitesten Sinne. Dazu gehören auch die Angestellten, die oft über Generationen dem Haus dienen.
Eine der Hauptfiguren ist Indris, ein sogenannter Kriegsmagier. Dieser wird überredet, nach einer Schlacht seinem Haus zu dienen.
Ihm Gegenüber steht Corajidin. Als Gegenspieler kann er nicht bezeichnet werden, verfolgt jedoch machthungrig das Ziel nicht nur Oberster Vorsitzender im Rat aller Häuser zu werden, sondern auch zu bewirken, das sein Haus das gesamte Land beherrscht mit Ihm als Rahn, eine Art Hochkönig. Dabei schreckt er vor keinem Mittel zurück. Da er mittlerweile erkrankt ist, hat sich sein Eifer verstärkt sein Ziel zu erreichen. Dabei geht er buchstäblich über Leichen. Doch als er, um sein Ziel zu erreichen, den amtierenden Rahn ermorden läßt, ist er zu weit gegangen…..
Die Welt des Romans weder der Wikingerzeit noch dem Mittelalter oder anderen bekannten Fantasywelten zuordnen. Vielmehr wurde eine Vielzahl von verschiedenen Elementen übernommen. Auch dem Steampunkt wurden Aspekte entnommen. Doch im Gegensatz zum Steampunk, bei dem Maschinen mit Dampf betrieben werden, werden diese in dieser Welt mit sogenannter Disentropie betrieben
So können hier neben Schwerter, Äxte und Bögen auch Sturmgewehre existieren oder auch Luftschiffe.
Dieses Buch hebt sich insbesondere mit seiner Vielzahl an unterschiedlicheen Facetten wohltuend von anderen Fantasywerken und -welten ab.
Für Menschen, die viel Fantasy lesen, ist dieses Buch absolut empfehlenswert. Wer hingegen nur hin und wieder Bücher aus dem Genre liest, wird sich schwer damit tun sich einzulesen.