Samstag, 18. März 2017

Die Karte des Königs von Royce Buckingham [Rezension]

Die Reihe von Royce Buckingham interessiert mich schon sehr lange, da mir die wundervollen Cover ins Auge gestochen sind.
Nun habe ich alle drei Bände hier und das Lesen kann beginnen.

Inhalt:
Das Königreich Abrogan wird im Norden durch den Schleier begrenzt. Noch niemand, der ihn durchschritten hat, ist je zurückgekehrt. Als der junge Schweinehirte Wex wegen seines Zeichentalents aufgefordert wird, bei der Vermessung der Grenze zu helfen, freut er sich, sein ärmliches Dorf zu verlassen. Doch dann stellt sich heraus, dass er mit seinen Strichen auf der Landkarte den Schleier zurückdrängt. Dahinter wartet ein Land voller Abenteuer, neuer Gefährten – und ein alter, von Rachegedanken zerfressener Feind.
Zunächst war ich verwirrt über die Reihenfolge und habe "Die Karte der Welt" zuerst gelesen. Später habe ich gemerkt, dass das Buch "Der Wille des Königs" inhaltlich vorher angesiedelt ist. Das Buch "Der Wille des Königs" ist ein Prequel zu diesem Buch.
Nun wird das mein nächstes Buch sein. Ich lese nun die Reihe nach dem Erscheinen.
Die Geschichte ist interessant und beginnt auch faszinierend. Besonders der Prolog verspricht viel. Doch dann folgt eine eher Standard - Highfantasy Story: Junger Held verläßt die Heimat auf der Suche nach Abenteuern. Die Chance auf Abenteuer ergeben sich für Ihn als eine Gruppe von Soldaten einen Zeichner sucht, die deren Entdeckungen kartographiert.
Zusätzlich gehören zu dem Trupp noch einige Häftlinge, denen Hafterleichterungen zugesagt wurden, bei erfolgreicher Erkundungstour.
So ergibt sich eine interessante, bunte Gruppe von Schwertkämpfer, Dieb, Magier, Adliger Dame, Soldaten etc. Doch aus einer solch brisanten Mischung macht der Autor wenig, dabei gäbe es im Laufe der Handlung viele Möglichkeiten der Geschichte durch die unterschiedlichen Figuren mehr Tiefe zu verleihen. Die Geschichte bleibt recht schlicht.
Was bei der Geschichte an Spannung fehlt versucht der Autor mit sehr blutigen Kämpfen wett zu machen. Dabei überrascht er mit den Geschöpfen, gegen die die Gruppe bestehen muss.
Im Grunde ist die eigentliche Geschichte sehr simpel: Eine Erkundungsreise wird durch die Entdeckungen von bisher ungekannten Geschöpfen von einer harmlosen Reise zu spannden Wettlauf, diesen zu entkommen. Neue Mitspieler tauchen dabei auf und geben der Geschichte ein wenig Spannung, doch sobald die Reise, der Rückweg weitergeht, werden diese neuen Mitspieler größtenteils zurückgelassen. Dies empfinde ich als unbefriedigend, weil der Autor noch Fragen offen läßt.
Mir fehlte auch, auch, dass die Gruppe am Ende noch genauso wenig zusammengefunden hat wie am Anfang. Fehlende Tiefe der Charaktere, mit denen ich zu keiner Zeit richtig warm werden konnte, ist aus meiner Sicht der Grund dafür.
Insgesamt ist die Geschichte recht simpel. Mir hat sie dennoch gefallen, da ich gerade keine anspruchsvolle Lesekost brauche, sondern etwas zum schnellen weglesen und abschalten. Wer hingegen Tiefgründige und gut ausgearbeitete Highfantasy erwartet, der wird enttäuscht sein.
 
Titel: Die Karte der Welt
Autor: Royce Buckingham
Verlag: Blanvalet
Reihe: Mapper
Format: Taschenbuch
Umfang: 606 Seiten
ISBN: 978-3442268849
Preis: 15,00 €
eBook: 11,99 €

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